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Veränderungen in Organisationen und Arbeitsprozessen

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 Veränderungen in Organisation und Arbeitsprozessen

Veränderungen in Organisation und Arbeitsprozessen

Die Einführung von KI im FM erfordert ein Umdenken in Organisation und Abläufen. Prozesse, die jahrzehntelang manuell oder personenbezogen liefen, werden nun digitalisiert, automatisiert und durch Daten gelenkt. Das hat mehrere Auswirkungen:

Veränderungen in Organisation

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

KI im FM liegt an der Schnittstelle von IT, Gebäudetechnik und klassischem Facility Management. Oft müssen bisher getrennte Abteilungen enger kooperieren – z.B. IT-Spezialisten mit Gebäudemanagern – um KI-Projekte erfolgreich umzusetzen. Es entstehen neue interdisziplinäre Teams, etwa für Smart Building Operations, in denen Datenanalysten, Ingenieure und FM-Experten gemeinsam Prozesse optimieren. Auch die Zusammenarbeit mit externen Technologiepartnern wird wichtiger: Viele FM-Unternehmen gehen Partnerschaften mit KI-Experten ein oder beziehen externe Beratungsleistungen, um passgenaue Lösungen zu entwickeln. Dieses Ökosystem-Denken ist neu für eine Branche, die traditionell eher auf interne Lösungen setzte.

Prozessanpassungen und Change-Management

KI-Lösungen fügen sich nicht immer nahtlos in bestehende Abläufe ein – oft müssen Prozesse neu definiert werden, um Automatisierungspotenziale voll auszuschöpfen. Beispielsweise erfordert Predictive Maintenance eine Abkehr vom starren Wartungsplan hin zu flexiblen, sensorgetriebenen Wartungsfenstern. Reinigungsdienste müssen spontane, datenbasierte Einsätze einplanen können statt fixer Touren. Das bedeutet, dass Organisationsrichtlinien, Dienstpläne und Kommunikationswege angepasst werden. Change-Management ist hierbei essenziell: Mitarbeiter aller Ebenen sollten frühzeitig eingebunden werden, Pilotprojekte testen neue Abläufe im kleinen Rahmen, und Erfolge werden transparent kommuniziert. Führungskräfte im FM müssen zudem eine Kultur des kontinuierlichen Lernens fördern – da KI-Technologien sich rasant entwickeln, gilt es, flexibel zu bleiben und Prozesse laufend weiterzuentwickeln.

Hybrid-Modelle Mensch–Maschine

In naher Zukunft werden viele Aufgaben in Hybridteams erledigt, bei denen Mensch und KI-System eng verzahnt zusammenarbeiten. Etwa können Instandhaltungsteams gemeinsam mit einer KI-Software entscheiden, welche Reparatur wann ansteht, oder Reinigungsteams koordinieren sich mit autonomen Robotern. Diese Hybrid-Modelle erfordern klare Regelungen: Wer trifft die Endentscheidung – der Mensch oder der Algorithmus? In der Regel verbleibt die Verantwortung beim Menschen, aber die Arbeitsteilung wird neu austariert. Mitarbeiter müssen lernen, den Empfehlungen der KI zu vertrauen, aber auch zu wissen, wann menschliches Eingreifen nötig ist (z.B. bei ungewöhnlichen Situationen, die das System nicht kennt). Die Organisationsstruktur wird dadurch weniger hierarchisch und mehr netzwerkartig, da Informationen durch digitale Plattformen allen Beteiligten simultan zur Verfügung stehen und Entscheidungen schneller getroffen werden können.

Zusammenfassend verändert KI die Arbeitsweise im FM grundlegend. Erfolg haben jene Organisationen, die Wandel als Chance begreifen, ihre Belegschaft mitnehmen und offen sind für neue, agile Formen der Zusammenarbeit. Unternehmen, die jetzt proaktiv ihre Prozesse und Teams auf die KI-unterstützte Zukunft vorbereiten, sichern sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil im Facility Management.

Rollenwandel der Mitarbeiter

Routineaufgaben wie Dateneingaben, Inspektionsrundgänge oder Standardreparaturen übernehmen zunehmend Maschinen oder Software. Die Rolle der FM-Mitarbeiter verschiebt sich daher hin zu überwachenden, steuernden und analytischen Tätigkeiten. So wird z.B. der Hausmeister der Zukunft eher zum Facility-Operator, der Sensoralarme auswertet und Robotern bei Bedarf assistiert. Reinigungskräfte werden zu Smart Supervisors, die KI-Systeme überwachen und sich auf komplexe Reinigungsarbeiten konzentrieren, während Roboter die Grundreinigung erledigen. Insgesamt nimmt die Qualifikationsanforderung zu: FM-Teams brauchen neben fachlichem Wissen auch digitale Kompetenzen, um mit KI und Daten umgehen zu können. Arbeitgeber investieren deshalb in Schulungen und Weiterbildungen, damit Mitarbeiter die neuen Tools effektiv nutzen und Vertrauen in die Technik gewinnen. Eine offene Kommunikation ist wichtig, um Ängste vor Arbeitsplatzverlust abzubauen und klarzumachen, dass KI die Beschäftigten unterstützt, nicht ersetzt.