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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

KI-Systemregister für Transparenz über Anwendungen, Risiken und Verantwortlichkeiten

Facility Management: AI » Strategie » KI-Systemregister

Vollständige Bestandsaufnahme

Ein Unternehmen kann KI nur steuern, wenn bekannt ist, wo sie eingesetzt wird. Das KI-Systemregister erfasst deshalb nicht nur offiziell beschaffte Anwendungen. Es berücksichtigt Pilotlösungen, KI-Funktionen in CAFM und ERP, Chatbots, Analyseplattformen, Kamerasysteme, Assistenzfunktionen, KI-Agenten und externe Dienste. Auch Anwendungen von FM-Dienstleistern sind aufzunehmen, wenn sie Daten, Gebäudeprozesse oder Entscheidungen des Auftraggebers beeinflussen.

KI-Systemregister zur strukturierten Governance etablieren

Verwendungszweck im Mittelpunkt

Dasselbe technische Modell kann je nach Einsatz geringe oder erhebliche Risiken erzeugen. Eine Textassistenz für interne Formulierungen ist anders zu bewerten als ein System, das Zutrittsentscheidungen vorbereitet oder Beschäftigtenleistungen bewertet. Das Register beschreibt daher den konkreten Verwendungszweck, betroffene Prozesse, Nutzergruppen, ausgeschlossene Anwendungen und mögliche Fehlanwendungen. Diese Angaben bilden die Grundlage für Risikoeinstufung, Datenschutzprüfung, Mitbestimmung und menschliche Aufsicht.

Registerfeld

Zu dokumentierender Inhalt

Systemidentifikation

Produkt, Anbieter, Version und Hosting

Verwendungszweck

Aufgabe, Ziel und ausdrücklich ausgeschlossene Nutzung

Prozessbezug

Service Desk, Instandhaltung, Energie, Sicherheit oder Verwaltung

Betroffene Personen

Beschäftigte, Nutzer, Besucher, Dienstleister oder Öffentlichkeit

Daten

Quellen, Kategorien, Speicherorte und Datenflüsse

KI-VO-Rolle

Anbieter, Betreiber, Einführer, Händler oder sonstige Rolle

Risikostatus

Verboten, hochriskant, transparenzpflichtig oder sonstig

Verantwortlichkeit

Fachlicher Owner und technischer Owner

Kontrollstatus

Pilot, freigegeben, eingeschränkt, ausgesetzt oder beendet

Review

Letzte Prüfung, nächste Prüfung und Änderungsanlass

Technische Lieferkette

Zu dokumentieren sind Anbieter, Produkt, Modell, Version, Hosting, Schnittstellen, Datenquellen und angebundene Systeme. Bei generativer KI ist zusätzlich festzuhalten, ob ein öffentliches Modell, eine unternehmenseigene Instanz oder eine eingebettete Funktion genutzt wird. Das Register muss erkennen lassen, ob Eingaben zum Training verwendet werden, in welchen Staaten Daten verarbeitet werden und welche Unterauftragnehmer oder Basismodelle beteiligt sind.

Shadow-AI sichtbar machen

Verbote allein verhindern keine unkontrollierte KI-Nutzung. Beschäftigte greifen häufig auf leicht verfügbare Anwendungen zurück, wenn freigegebene Werkzeuge fehlen oder zu kompliziert sind. Ein praktikabler Meldeweg, regelmäßige Befragungen, technische Erkennung und verständliche Regeln helfen, Shadow-AI aufzudecken. Ziel ist nicht die Sanktionierung jeder Abweichung, sondern die Überführung sinnvoller Anwendungen in einen kontrollierten Prozess und die Beendigung nicht vertretbarer Nutzungen.

Register als Lebenszyklusakte

Das Systemregister ist kein einmalig erstelltes Verzeichnis. Verantwortliche, Versionen, Datenquellen, Freigabestatus und Risikobewertungen müssen fortlaufend aktualisiert werden. NIST empfiehlt, auch eingesetzte Drittanbieter- und Basismodelle in die organisatorische KI-Governance einzubeziehen und mit Überwachung, Änderungsmanagement und Stilllegung zu verbinden.