Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

KI-Systeme im Facility Management anforderungsgerecht beschaffen und abnehmen

Facility Management: AI » Strategie » KI-Beschaffung

KI-Systeme im Facility Management anforderungsgerecht beschaffen und abnehmen

Vom Problem zur Lösung

Eine KI-Beschaffung sollte nicht mit der Auswahl eines attraktiven Produkts beginnen. Zunächst sind betriebliches Problem, erwarteter Nutzen, Prozessgrenzen und messbare Zielwerte zu bestimmen. Für eine Störungspriorisierung können dies beispielsweise kürzere Reaktionszeiten sein, ohne sicherheitsrelevante Tickets falsch herabzustufen. Nur ein klarer Verwendungszweck ermöglicht eine belastbare Risikoanalyse, Leistungsbeschreibung und spätere Abnahme.

KI-Systeme im Facility Management bedarfsgerecht beschaffen

Unterlagen des Anbieters

Gefordert werden sollten Systembeschreibung, Anbieterrolle, Modell- und Versionsangaben, vorgesehener Zweck, bekannte Grenzen, Leistungskennzahlen, Datenanforderungen und menschliche Aufsichtsmaßnahmen. Bei Hochrisiko-Systemen sieht die KI-Verordnung verständliche Gebrauchsanweisungen mit Angaben zu Genauigkeit, Robustheit, Cybersicherheit, vorhersehbaren Risiken, Interpretierbarkeit und Wartung vor. Diese Struktur kann bereits heute als Beschaffungsmaßstab verwendet werden.

Anforderungsgruppe

Mindestanforderung

Abnahmenachweis

Verwendungszweck

Klare Aufgaben- und Systemgrenzen

Freigegebene Use-Case-Beschreibung

Leistung

Messbare Qualitäts- und Zeitwerte

Test mit repräsentativen Fällen

Daten

Quellen, Rechte und Datenflüsse

Datenfluss- und Löschkonzept

Integration

Dokumentierte offene Schnittstellen

Erfolgreicher Schnittstellentest

Aufsicht

Anzeige, Übersteuerung und Stoppen

Praktischer Funktionstest

Sicherheit

Rollen, Protokolle und Schutzmaßnahmen

Sicherheits- und Berechtigungstest

Änderungen

Vorabinformation und Freigabeverfahren

Vertragliche Change-Regelung

Exit

Vollständiger Export und Datenlöschung

Probemigration und Exit-Konzept

FM-spezifische Anforderungen

Zu prüfen sind Schnittstellen zu CAFM, GLT, DMS, Zutrittskontrolle und Service Desk. Hinzu kommen Verfügbarkeit, Reaktionszeit, Offline-Fähigkeit, Datenexport, Protokollierung, Rollenrechte und Rückfallbetrieb. Für technische Anlagen ist festzulegen, ob die KI nur Hinweise gibt oder selbst Sollwerte und Schaltbefehle verändert. Sicherheitsrelevante Aktionen benötigen eindeutige Grenzen, menschliche Freigaben und eine überprüfbare Rückkehr zum konventionellen Betrieb.

Vertragliche Absicherung

Der Vertrag muss Änderungen von Modellen, Unterauftragnehmern, Hosting, Datenverwendung und Funktionen regeln. Benötigt werden Informationsrechte, Audit- und Testrechte, Meldefristen für Vorfälle, Unterstützung bei Behördenanfragen und eine Exit-Regelung. Bei der Integration von Komponenten in Hochrisiko-KI verlangt die Verordnung schriftliche Vereinbarungen über notwendige Informationen, technische Zugänge und Unterstützung innerhalb der Lieferkette.

Abnahme mit realen Daten

Eine Präsentation oder Herstellerdemo genügt nicht. Die Abnahme erfolgt anhand repräsentativer Gebäudedaten und definierter Grenzfälle. Zu prüfen sind richtige und falsche Treffer, Antwortqualität, Verzerrungen, Systemausfall, Manipulationsversuche, Rückfallbetrieb und Datenexport. Auch Nutzer und Aufsichtspersonen werden einbezogen. Erst nach erfolgreicher technischer, fachlicher, rechtlicher und organisatorischer Prüfung wird das System für den Produktivbetrieb freigegeben.